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Anti-Müller-Hormon (Serum) (Serum (S))

Untersuchungsmaterial: 500 µl Serum (S)
Info:

Alternativmaterial: Heparinplasma

Das Anti-Müller-Hormon (AMH) wird von den fetalen Hoden gebildet und führt zur Rückbildung der Müllerschen Gänge. Aus diesen entwickeln sich beim weiblichen Tier Eileiter, Uterus und kraniale Vagina.

Beim adulten männlichen Tier wird AMH weiterhin im Hoden gebildet, beim weiblichen, beginnend mit der Pubertät, im Ovar. Da AMH ausschließlich in den Gonaden produziert wird, kann seine Bestimmung zur Ermittlung des Kastrationsstatus herangezogen werden.

AMH bietet den Vorteil, mit einer einmaligen Messung den Kastrationsstatus in jedem Zyklusstadium bestimmen zu können.

Beim Granulosazelltumor der Stute sowie bei Kryptorchismus und nach unvollständiger Kastration des männlichen Pferdes ist mit einem erhöhten Wert zu rechnen. 

Präanalytik/Hinweise:

Da AMH auch nach der Kastration über eine gewisse Zeit im peripheren Blut nachgewiesen werden kann, sollte zwischen der Kastration und der Messung ein Zeitraum von mindestens 14 Tagen liegen.

Methode: ECLIA
Dimension: pmol/l
Ansatztage: Mo Di Mi Do Fr Sa So
Testdauer: 2 Tage
Indikation/Bedeutung:
  • Abklärung Kastrationsstatus bei
    • Weiblichen und männlichen Hunden
    • Weiblichen und männlichen Katzen
    • Männlichen Pferden
  • Verdacht auf Granulosazelltumor bei der Stute
  • Verdacht auf Sertolizell-Tumor beim Hengst
Labor: Ingelheim (Eigenentwicklung)

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